Wirkung beginnt mit Struktur.

Animation: Ein Beleg erhält den Magic-Code 201A und wird dem Projekt 201 zugeordnet

Die fieto-Methode zeigt, wie Organisationen ihre Finanzdaten verstehen, steuern und gezielt für gesellschaftliche Wirkung einsetzen können.

Die fieto-Methode ergänzt eure Buchhaltung um eine Fördermittelsicht. Jede Buchung bekommt einen Magic-Code, der Förderer, Projekt und Kostenstelle verbindet. Mit denselben Codes plant ihr (PLAN) und wertet ihr aus (IST). So seht ihr jederzeit, wo jedes Förderprojekt steht – und der Verwendungsnachweis ist schon halb fertig.

Warum reicht die Buchhaltung allein nicht aus?

Die Buchhaltung bildet die finanzielle Lage der ganzen Organisation rechtlich korrekt ab. Förderer wollen aber wissen, was mit ihrem Geld in ihrem Projekt passiert ist. Diese zweite Sicht entsteht nicht von allein.

Die fieto-Methode verbindet ermöglicht die Buchhaltungs- und die Fördermittelsicht, ohne eure Buchhaltung umzustellen.

MerkmalBuchhaltungssichtFördermittelsicht
ZweckJahresabschluss, Steuererklärung, FinanzamtSteuerung und Nachweis je Förderprojekt
ZeitbezugGeschäftsjahrFörderzeitraum, oft über den Jahreswechsel
GliederungSachkonten, z. B. SKR 03, SKR 49Kostenträger, also Förderprojekte, mit Magic-Code
BeträgeMeist netto, ohne UmsatzsteuerMeist brutto, mit Umsatzsteuer
InvestitionenÜber mehrere Jahre abgeschriebenMeist voll im Jahr der Anschaffung
Typische AuswertungBWA, GuV, BilanzPlan-Ist-Vergleich je Projekt, Verwendungsnachweis
Für wen?Buchhaltung, Steuerbüro, FinanzamtProjektleitung, Geschäftsführung, Förderer

Was braucht ihr, um anzufangen?


  • Eine Übersicht eurer Förderprojekte mit Förderzeitraum, Bewilligungssumme und Kostenpositionen
  • Eine Buchhaltung mit Kostenfeld und Export, z. B. KOST1/KOST2-Feld im Buchhaltungsprogramm und ein Export der Primanota als CSV oder Excel
  • Einen Finanzplan, der sich nach Projekten aufteilen lässt
  • Eine zuständige Person, intern oder extern, die Excel oder Google Sheets nutzen kann oder es lernen will
  • Rückhalt der Geschäftsführung, denn Abläufe ändern sich etwas, etwa durch Rückmeldeschleifen mit den Projektleitungen

Die sieben Schritte im Überblick

1

Förderlogik festlegen

Erfasst alle Förderprojekte und eure freien Mittel und gebt jedem einen eindeutigen Magic-Code. Das Ergebnis ist die Masterliste aller Codes.

→ Kostenstellen und Kostenträger einfach erklärt

2

Technische Struktur aufbauen

Klärt mit dem Steuerbüro, dass der Magic-Code bei jeder Buchung im Feld KOST2 mitgebucht wird. Legt fest, wo die Masterliste liegt und wer sie pflegt.

3

IST-Daten auswerten

Exportiert die Buchungen, filtert die projektrelevanten Konten und prüft, ob jede Buchung einen Code hat.

→ Fördermittel mit Pivot-Tabellen auswerten

4

Planung aufbauen

Plant Einnahmen und Ausgaben mit denselben Codes, nach Monaten oder Quartalen. Personalkosten verteilt ihr anteilig auf die Projekte.

→ Personalkosten auf mehrere Förderprojekte verteilen

5

Fördermittelauswertung erstellen

Stellt PLAN und IST je Projekt gegenüber, erklärt Abweichungen und bereitet daraus den Verwendungsnachweis vor.

→ Plan-Ist-Vergleich pro Förderprojekt

6

Regelmäßig steuern und berichten

Besprecht die Auswertungen in einem festen Rhythmus und leitet Maßnahmen ab.

→ Finanzen regelmäßig an Vorstand und Team berichten

7

Weiterentwickeln

Prüft einmal im Jahr, ob Codes, Berichte und Werkzeuge noch passen, und schult neue Mitarbeitende.

Häufige Fragen

Unser Steuerbüro macht die Buchhaltung. Geht das trotzdem?

Ja. Ihr braucht regelmäßig einen Export der Buchungen, und das Steuerbüro muss den Magic-Code im Feld KOST2 mitbuchen.

Müssen wir die Buchhaltung umstellen?

Nein. Die Methode ergänzt die bestehende Buchhaltung um eine zweite Sicht. Der Aufwand liegt im Codieren und Auswerten.

Wie bilden wir überjährige Förderungen ab?

Führt den Förderzeitraum in der Masterliste getrennt vom Geschäftsjahr. Dann könnt ihr nach Förderjahr und nach Geschäftsjahr auswerten.

Was passiert mit Buchungen ohne Code?

Sie erscheinen in der Auswertung als „nicht zugeordnet“. Ein Filter zeigt sie sofort, und ihr könnt sie nachpflegen.

Animation: Auf eine Frage folgt eine Antwort mit Häkchen

Müsst ihr alles auf einmal umsetzen?

Nein. Die Methode wächst mit eurer Organisation. Jede Phase ist ein guter Ausgangspunkt.

PhaseSo sieht die fieto-Methode typischerweise aus
1Grundlagenbis ca. 100.000 €Übersicht der Förderprojekte, Auswertung einzelner Projekte in Excel, einfache Planung
2Strukturca. 100.000–500.000 €Magic-Codes für alle Projekte, regelmäßige Plan-Ist-Vergleiche
3Systematisierungca. 350.000 €–1 Mio. €Direkte Verbindung zur Buchhaltung, automatisierte Auswertungen, mehrere Sichten auf die Finanzen
4Finanzielle Resilienzab ca. 1 Mio. €Steuerung der ganzen Organisation nach Fördermittelsicht, laufende Qualitätssicherung

Startet am besten mit einem Pilot: ein Förderprojekt plus eure freien Mittel. Wenn der Plan-Ist-Vergleich dort funktioniert, übertragt ihr die Struktur auf weitere Projekte. Rechnet damit, dass die Umsetzung länger dauert als gedacht – das ist normal.

Das eBook richtet sich an Menschen mit Finanzverantwortung in gemeinnützigen Organisationen –

z. B. Geschäftsführer:innen, Projektleitungen, Controller:innen und Verwaltungsmitarbeitende.


Es bietet Orientierung und konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um Buchhaltungsdaten in förderlogische Auswertungen zu überführen – unabhängig davon, ob mit Spreadsheets oder einer Controlling-Plattform gearbeitet wird.


Das eBook befindet sich derzeit noch im Entwurf. Ziel ist, gemeinnützigen Organisationen eine praxistaugliche Methode an die Hand zu geben, um Buchhaltungsdaten in förderlogische Auswertungen zu überführen und Plan-Ist-Vergleiche einfach zu erstellen.


Das eBook steht kostenlos unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC BY-NC-SA 4.0) bereit.

Cover des Ebooks „Die fieto-Methode“
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